Marvin Güngör für „Sportfoto des Jahres“ beim VDS-Wahlkongress in Dortmund geehrt

Der Wahlkongress des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) in Dortmund hatte seinen Höhepunkt mit der Ehrung für das „Sportfoto des Jahres“ in 2022. Der Verein Niedersächsische Sportpresse (VNS) ist besonders stolz, dass Mitglied Marvin Güngör aus Hannover das Foto mit dem jubelnden Lionel Messi nach dem Gewinn des WM-Titels mit dem Pokal auf den Schultern seiner Mitspieler zeigt. „Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung. Sie gibt auch einen mächtigen Schub für die täglich Arbeit“, zeigte sich Marvin Güngör sichtlich gerührt von der Ehrung, die im Fußball-Museum des Deutschen Fußball-Bundes(DFB) in Dortmund stattfand.

Es ist das dritte Mal das ein VNS-Mitglied diesen Preis gewann. Vor Marvin Güngör waren Ulrich zur Nieden und Lars Kaletta in dieser Kategorie erfolgreich. 

Das VDS-Präsidium wurde auf dem Kongress komplett im Amt bestätigt. Andre Keil (Schwerin) führt den Verband auch in den nächsten zwei Jahre. VNS-Vorsitzender Hans-Joachim Zwingmann wurde erneut in den Ehrenrat gewählt.

Alexandra Popp ist Niedersachsens Fußballerin des Jahres 2022 - Klares Votum von NFV und VNS

Hannover/Barsinghausen (Peter Hübner) -  Fußball-Nationalspielerin Alexandra Popp ist Niedersachsens Fußballerin des Jahres 2022.  Die Torjägerin des VfL Wolfsburg hatte bei der Wahl, die der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) seit 2007 mit dem Verein Niedersächsische Sportpresse (VNS) veranstaltet, mit Abstand die Nase vorn. Die VNS-Mitgliederinnen und Mitglieder vergaben 61,6 Prozent der Stimmen an die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft. Damit lag Popp klar vor ihrer Wolfsburger Clubkollegin Lena Oberdorf sowie den Torhütern Ron-Robert Zieler (Hannover 96) und Koen Casteels (VfL Wolfsburg).

"Alexandra Popp ist einfach die Persönlichkeit des Jahres im Frauenfußball", erklärte der VNS-Vorsitzende Hans-Joachim Zwingmann zu dem eindeutigen Votum. "Sie ist auf dem Platz eine Urgewalt, die sich nicht scheut dahin zu gehen, wo es wehtut",  fügte NFV-Präsident Ralph-Uwe Schaffert im Verbandsjournal hinzu. Die Nationalspielerin hatte bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr in England mit ihren Toren ein Millionenpublikum vor den TV-Geräten begeistert. Popp ist nach Petra Damm (1992), Stefanie Gottschlich (2004), Martina Müller (2008) und Pernille Harder (2020) die fünfte Frau als NFV-Wahlsiegerin.

Auch bei der jährlichen Sportlerehrung des Landessportbundes Niedersachsen (LSB)  hatte Popp Grund zur Freude. Ihr Bundesliga-Team des VfL Wolfsburg wurde als Doublesieger zur Mannschaft des Jahres 2022 gewählt. Bei den Frauen siegte die Kanufahrerin Paulina Paszek (Hannoverscher Kanu-Club), und die Männer-Wertung ging an den Schwimmer Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover).

Bereits zum 23. Mal organisierte der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) seine Abstimmung. Para-Eisschwimmerin Tina Deeken wurde dabei zu Niedersachsens Behindertensportlerin des Jahres 2023 gewählt. Die 46-Jährige, die für die SSF Löningen und VfL Eintracht Hannover startet, setzte sich bei der Wahl mit 24,07 Prozent von 12 370 abgegebenen Stimmen vor Norbert Hase (Parkinson-Tischtennis) durch. Die Laudatio bei der Siegerehrung am 16. März in Hannover hielt der frischgekürte Hockey-Weltmeister Timur Oruz.  

VNS-Vorstand bleibt unverändert

Der Verein Niedersächsische Sportpresse (VNS) wird auch in den nächsten zwei Jahren von dem bewährten Vorstand geführt. Hans-Joachim Zwingmann wurde als Vorsitzender erneut in seinem Amt bestätigt. Er führt den Verein seit 48 Jahren. Zu seinem Stellvertreter wurde Jürgen Ketelhake wieder gewählt, ebenso Schatzmeister Stephan Gaube. Für die Öffentlichkeitsarbeit wird weiterhin Stefan Kamer zuständig sein.

Die Beteiligung an der Mitgliederversammlung hielt sich in Grenzen. Nur 16 Kollegen hatten sich im Parkhotel Kronsberg eingefunden. Sie mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der Austritte durch Berufswechsel und altersbedingt in den vergangenen vier Jahren enorm gestiegen ist. Das schlägt sich auch in dem Finanzbericht deutlich wider. Die Kassenprüfer Dieter Gömann und Peter Hellering gaben die Empfehlung an den Vorstand, den Mitgliedsbeitrag und für Rentner, die einen Presseausweis anfordern, einen Kostenbeitrag zu verlangen. Diesen verlangt bereits der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS).

Zwingmann kündigte an, dass es seie letzt Amtzeit im VNS sein wird. „Jüngere Kolleginnen oder Kollegen müssen das Zepter übernehmen, damit auch der Verein weiterhin besteht. Ich hoffe, dass sich in der nächsten Zeit ein Kandidat für den Posten finden lässt“, so der Vorsitzende.

VNS-Mitglied Marvin IBO Güngör schoss „Sportfoto des Jahres“ mit Weltmeister Messi

Große Ehre für Marvin IBO Güngör. Das Mitglied des Vereins Niedersächsische Sportpresse (VNS) schoss beim gemeinsamen Foto-Wettbewerb des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) und dem Fußball-Fachblatt „Kicker“ das Sportfoto des Jahres“ und erhielt dafür von vielen Seiten viel Lob. „Wir sind alle recht stolz auf Marvin, dass er nach vielen Jahren diesen Preis wieder nach Niedersachsen und letztlich nach Hannover geholt hat. Marvin hat in der Vergangenheit schon sehr viele ausgezeichnete Fotos gemacht. Diese Ehrung hat er mehr als verdient“, würdigte VNS-Vorsitzender Hans-Joachim Zwingmann das Meisterwerk, das am 23. Januar im „Kicker“ auf zwei Seiten abgedruckt wurde.

Das Foto zeigt einen jubelnden Lionel Messi mit dem WM-Pokal auf den Schultern seiner Mitspieler und umringt von argentinischen Fans. Eindrucksvoll wurde die Begeisterung der Fans festgehalten. „Die Siegerehrung war schon 30 Minuten vergangen. Ich dachte schon, da kommt nichts mehr. Dann entwickelte sich eine neue Dynamik im Innenraum unter den versammelten Spielern, Familienangehörigen und Freunden. Ich stand direkt hinter der Werbebande, Gott sei dank ganz vorne. Sonst hat man noch viele Kolleginnen und Kollegen vor sich. Der Druck von hinten nahm entsprechend zu, bis am Ende die Bande umfiel“, so beschrieb Marvin IBO Güngör wie es zu seinem preisgekrönten Bild kam.

Marv lebt seit einigen Jahren in Hannover. Er ist für die Fotoagentur GES in Karlruhe tätig und ist für einige Bilder bereits ausgezeichnet worden.

 

VNS Mitgliederversammlung

Der VNS Vorstand lädt alle Mitglieder*Innen zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 09. Februar 2023 um 19:30 Uhr im Best Western Premier Parkhotel Kronsberg in Hannover ein.

Die Tagesordnung wurde an alle Mitglieder*Innen per E-Mail verschickt.

Ende Einer Ära wolf-Rüdiger Umbach hört NACH 26 Jahren als als LSB-Präsident auf

In der Herzogstadt Celle endet am 19. November 2022 eine Ära im niedersächsischen Sport. Wolf-Rüdiger Umbach legt nach 26 Jahren sein Amt als Präsident des Landessportbundes Niedersachsen (LSB) nieder. Für den 77 Jahre alten Professor für Mathematik und ehemaligen Fußball-Schiedsrichter schließt sich in der Congress Union Celle ein großer Kreis. Fast auf den Tag genau vor 26 Jahren, am 16. November 1996, war er am selben Ort in der gleichen Stadt zum neuen LSB-Präsidenten  gewählt worden. Der derzeit dienstälteste LSB-Chef in Deutschland,  der viele Jahre als Präsident der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel wirkte, trat damals die Nachfolge des Celler Zahnarztes Günther Volker an.

80 Bundesliga-Spiele geleitet
Umbach war vor 26 Jahren zwar schon  LSB-Vizepräsident, doch den meisten Delegierten kannten ihn hauptsächlich als  Fußball-Schiedsrichte.. Der vielseitige Sportfunktionär aus Königslutter, der in Kassel und Wolfenbüttel aufwuchs und als Aktiver für den WSV Wolfenbüttel, Eintracht Braunschweig, SV Rottorf sowie für BFC Buffalo Sauers in den USA kickte, wechselte 1969 die Seiten. Auch, weil ihm die vielen ungeahndeten Fouls auf dem Platz ärgerten, schloss er sich der Schiedsrichter-Gilde an.
Mit viel Fleiß, Akribie und Ehrgeiz durchlief er beim DFB alle Stationen der Schiedsrichter-Ausbildung. Das Resultat kann sich sehen lassen. Zwischen 1969 und 1991 leitete Umbach mehr als 1000 Spiele in diversen Ligen, unter anderem auch in der DDR-Oberliga. In der DFB-Statistik sind 80 Bundesliga-Partien für den Unparteiischen Umbach verzeichnet. Wegen seines offenen Umgangs wurde der Unparteiische von den Medienvertretern geschätzt.

„Sie glauben nicht, was für Typen beim Fußball herumlaufen. Ich musste zweimal unter Polizeischutz vom Platz geführt werden, in Münster und in Wolfenbüttel“, erzählte er einmal über seine Erlebnisse auf dem Platz. Zu den denkwürdigen Vorfällen gehört auch der Wurf eines gelben Feuerzeugs, das den Referee im Oktober 1990 beim Spiel Kaiserslautern – Wattenscheid am Kopf traf. Umbach stürzte benommen zu Boden, führte aber noch einer kurzen Pause die Partie bis zum Ende weiter.

LSB als moderner Dienstleister
Als LSB-Präsident konzentrierte sich Umbach darauf, die damals rund 2,7 Millionen Mitglieder zählende Organisation in einen „modernen Dienstleister für unsere Vereine“ zu verwandeln. Erfahrungen als Funktionär hatte er zuvor als Jugendleiter im SV Rottorf 48, als Verbandslehrwart im Niedersächsischen Fußballverband und als Vorsitzender im Kreissportbund Helmstadt gesammelt. Bereits in den ersten Jahren seiner Amtszeit wurde unter anderem die Akademie des Sports in Hannover gebaut, das Internat für den Olympiastützpunkt Niedersachsen eröffnet sowie ein neues Gesetz über das Lotterie- und Wettwesen verabschiedet. Die Mitgliederzahl stieg 2001 auf 2,86 Millionen.

Sportführer-Duo Umbach/Rawe
Bei allen Maßnahmen, Projekten, Aktionen oder Konzepten, die Umbach auf den Weg brachte, arbeitete er stets mit seinem langjährigen Weggefährten Reinhard Rawe zusammen, Anfangs als LSB-Direktor, seit 2014 als hauptamtlicher LSB-Vorstandsvorsitzender, bildete Rawe mit Umbach ein gut funktionierendes Sportführer-Duo für Niedersachsen..„Bei einem Haushalt von rund 60 Millionen Euro können das Ehrenamtliche nicht mehr stemmen“, erläuterte der ehrenamtliche LSB-Präsident Umbach die veränderte Führungs- und Gremienstruktur.
In den vergangenen fünf Jahren lief es für das Duo Umbach/Rawe nicht immer nach Wunsch. An der Basis rumorte es, bei den Präsidiumswahlen 2018 in Osnabrück gab es einigen Überraschungen. Die Corona-Pandemie verursachte einem Mitgliederrückgang, mehrere niedersächsische Großvereine waren zudem mit dem Krisenmanagement der LSB-Führung nicht zufrieden.

Zwei Kandidaten in Celle
Mit dem Abpfiff für Umbach, der große Chancen hat, für seine Verdienste zum LSB-Ehrenpräsidenten ernannt zu werden, warten deshalb auf seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin knifflige Aufgaben. So muss zum  Beispiel die Strategie 2030 auf den Weg gebracht werden. Zwei Kandidaten stehen zur Wahl. Das LSB-Präsidium hat den bisherigen Vizepräsidenten Andre Kwiatkowski (Walsrode) als neuen LSB-Chef vorgeschlagen, der Regionssportbund Hannover schickt Dagmar Ernst (Pattensen) ins Rennen um den Präsidentenposten.

Peter Hübner, November 2022

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